Die Psychologin Sonja Lyobumirsky fand in ihren Forschungen heraus, dass Glück nicht von positiven Umständen oder dem Schicksal abhängt, sondern „machbar“ zu sein scheint: mit Hilfe von Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft.
Protokollieren: Dinge, für die man dankbar ist.
Für die erste Studie mussten die TeilnehmerInnen sechs Wochen lang einmal pro Woche Dinge aufschreiben, für die sie dankbar waren. Das Ergebnis waren glücklichere und zufriedenere Menschen. Warum? „Es fällt schwer, unzufrieden, feindselig oder verbittert zu sein, wenn man für etwas dankbar ist“, so Lyubomirsky.
Gute Taten: 5x am Tag, 1x die Woche.
Für eine zweite Studie wurde ein Teil der TeilnehmerInnen gebeten, an einem einzigen Tag der Woche jeweils fünf „gute Taten“ zu setzen; der andere Teil sollte die Wohltaten auf die Woche verteilen. Das Ergebnis dieser Studie zeigte, dass jene Personen, die ihre guten Taten auf einen Tag blockten, einen auffälligen Anstieg an Zufriedenheit und Wohlbefinden verzeichneten. „Man wird von anderen gemocht, man bekommt Dankbarkeit zu spüren, man hat das Gefühl, Sinnvolles zu tun“, erklärt die Forscherin diesen Effekt. Dieser stellte sich im übrigen bei der zweiten Gruppe nicht ein: Es zeigte sich, dass man eher wieder auf gesetzte gute Taten vergisst, wenn sie auf die Woche verteilt werden.
Eine langfristige Glücksstrategie?
Mittels einer Langzeitstudie über fünf Jahre will Lyubomirsky nun klären, ob sich mittels der gefundenen Glücksstrategie auch dauerhafte Veränderungen initiieren lassen.
Literatur: Glück ist machbar. In: Psychologie Heute. 34. Jahrgang, Heft 11, November 2007, S. 18.







